Keine Frage, der Titel eines Spielberichts kann einiges vorwegnehmen. Aber in diesem Fall darf er es auch, ironischerweise. Zum Spiel, das im voraus als Pflichtsieg gehandelt wurde, gibt es wahrlich wenig zu sagen. Dass Pratteln für Grenzach kein würdiger Gegner war, hat man schon im zweiten Viertel erkannt. Übertriebene Härte meint ihr? Aber nicht doch, keineswegs! Wie kommt dieses Team überhaupt in diese Liga?! Und, was hat eigentlich den TV Grenzach dazu bewegt in einer schweizer Liga zu spielen?
Aber bevor ich weiterhin Salz in die Wunde streue, sei eines vorweggenommen: Die nonverbale Kommunikation folgenden Berichts ist für mich nicht einfach. Nicht zuletzt deswegen, weil erstere dazu beitragen kann, dass letzterer bei den LeserInnen einen falschen Eindruck erwecken könnte. Ob dies so ist, überlasse ich bei allem Gewissen jedem selbst.
Die Spielzeit 2011/2012 hat es in sich. Aber nicht deshalb, weil die 2. Liga (BVN) schon lange nicht mehr so ausgeglichen war wie jetzt, sondern aufgrund anderer für mich unverständlicher Umstände. Ich habe mich dieses Jahr schon mehrmals negativ zur ungenügenden (ich sag es nochmal: UNGENÜGENDEN) Schiedsrichterleistung geäußert, aber was am Freitag passierte, übersteigt alles bisher Gesehene. Ein Schiedsrichter – rein objektiv und ohne jegliche Vorurteile betrachtet -, entspricht der Definition von Wikipedia einer unparteiischen Person, die bei einer Sportart mit zwei gegeneinander antretenden Parteien das Spiel oder die Veranstaltung leitet oder überwacht. Weiterhin heißt es in dem Artikel: „Ein Schiedsrichter muss alle Regeln sicher (!) beherrschen. Die Verbände vieler Sportarten geben dazu regelmäßig Regelbücher heraus und verlangen (!) von ihren Unparteiischen die Teilnahme an Fortbildungen und Lizenzerhaltsschulungen.“
Nun, ich glaube, dass im BVN die besagten Fortbildungen schon lange nicht mehr stattgefunden haben oder die daran Teilnehmenden diesen kaum Aufmerksamkeit schenken, sollten sie doch mal stattfinden. Es ist ja auch nicht so, dass alle so besch … eiden pfeifen, aber einige wenige Kandidaten im BVN hat es schon. Es kann nicht sein, dass ein Team mit erfahrenen Spielern in einem Spiel ca. 20-25 Schrittfehler begeht, was ca. 20-25 Ballverlusten entspräche; einige Fouls, die offensichtlich keine waren; und zuallerletzt 3 technische Fouls in den letzten zwei Minuten der Partie, die bereits im dritten Viertel entschieden war, kassiert. Hier waren die Uschis mit hochgerechnet 30 Punkten vorne. Im Gegensatz dazu, wurden die meisten Regelübertritte der Basketballer aus Pratteln nicht geahndet. Und davon gab es auch genug.
Ich dachte eigentlich, dass ein Unparteiischer eine Partie leiten soll und nicht etwa entscheiden und schon gar nicht im Mittelpunkt dieser stehen. Letzteres scheint aber bei einigen Schiedsrichtern des BVN zur Gewohnheit zu werden. Auch erweckt es bei mir den Eindruck, dass schwächere Teams stets bevorteilt werden. Warum das so ist, kann selbst dem Regelbuch des BVN nicht entnommen werden. Aber warum sollte so etwas auch da drin stehen?!
Da stellt sich mir die Frage: Wo finde ich eine Antwort? Wer kann mir so etwas überhaupt beantworten? Nun, die Schiedsrichter selbst sind dazu kaum imstande: Bei unbequemen Fragen, die im Anschluss an das Spiel entstanden, antworteten die namentlich nicht genannten Schiedsrichter nur mit einem Schmunzeln oder dem Verweis auf eine höhere Instanz, die sie dazu befähige (nicht der genaue Wortlaut), so zu agieren. Höhere Instanz hin oder her: Ich verlange eine unverzügliche Besserung dieser Umstände!!! Außerdem, die Gleichbehandlung der Parteien, seien diese nun gleich stark oder nicht. Wann hört dieser Spuk endlich auf???
Danke für eure Aufmerksamkeit!